Wie ich zum Diskus kam

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Wie ich zum Diskus kam

Beitragvon diskusgerhard » 29. Mär 2020, 15:58

Hallo Diskusfreunde,
Aquarianer war ich schon seit Kindertagen. es hatte angefangen mit selbstgefangenen Stichlingen aus dem benachbarten Bach.Diese Tierchen wurden im Einmachglas gehalten und hatten keine lange Lebenszeit.
Dann bekam ich vom Lebensmittelhändler nebenan im viereckiges Bonbonglas. Darin landete ein Pärchen Guppys.
Das Glas stand neben Mutters Kohleherd in der Küche denn eine Heizung konnte ich mir nicht erlauben.
Wenn die Temperatur zu weit absank gab es einen Schuss warmes Wasser dazu. Nach einer Woche waren plötzlich junge Guppys im Glas. Die Begeisterung war groß. Ab sofort wurde jeder Pfennig gespart bis mir ein befreundeter Schlosser den Winkelrahmen für ein 120 l Becken zusammenschweißte. Scheiben wurden eingekittet und die Technik gekauft. das Becken wurde eingerichtet und miet Pflanzen und Fischen besetzt.Langsam wurde ich erwachsen, Habe geheiratet beruflich meine Meisterprüfung und mich selbstständig gemacht. Fische waren immer dabei. als ich ein paarJaher später unser Haus kaufen konnte erfüllte ich mir einen große Wunsch. Der Schreiner d er meine Büromöbel baute hat mir einen Aktenschrank mit einem eingearbeiteten 250 l Becken gemacht. ich hatte bei einem Händler braune Diskus gesehen, und die zogen bei mir ein. Es war ein wunderbares Bald, aber nicht sehr lange. An der gegenüberliegenden Bürowand waren 2 große Fenster, und der extreme Algenwuchs hat mir den Spaß verdorben.
Dann kam ich auf die Idee mir ein Bechen im Keller einzurichten. Es wurde ein 600 l Becken mit zunächt braunen
und auch zusätzlich rot/türkis Diskus .Ich hatte meine Freude daran und da ich nur Kunstlicht habe war das Algenproblem schnell gelöst. Danach kam was kommen musste. Ein Paar sonderte sich ab und laichte. Natürlich
wurde nichts aus der Brut, aber ich hatte Blut geleckt. Ein Zuchtwürfel ,eine Umkehrosmoseanlage , Artemiaaufzuchtanlage und sehr viel Fachlektüre wurden gekauft Und bald darauf laichte das Paar im aufbereitetem Wasser ab. Dann kam eins zum anderen. Es schlüpften beim ersten Versuch ca 120 Jungtiere und nach ein paar Wochen wurden 2 Aufzuchtbecken a 200l erforderlich. Es kamen weitere Becken dazu und ich habe eigentlich regelmäßig Nachzuchten gehabt. So sind die Jahre vergangen und man wird älter und vielleicht auch
etwas weiser. Der Absatz der Jungfische lies zu wünschen übrig. Die Leute die zum Kaufen kamen wollten die Tiere
am liebsten geschenkt haben so das sich die Sache nicht rechnete. Es wurde nur noch für den eigenen Bedarf oder
den einen oder anderen guten Freund nachgezüchtet.
Aus gesundheitlichen Gründen habe vor 1,5 Jahren die Zucht ganz aufgeben müssen und die Diskus abgegeben.

Jetzt bin ich 77 Jahre alt und konnte nicht widerstehen. Vor 4 Wochen habe ich mir 10 junge Diskus gekauft und
erfreue mich daran ihnen beim Aufwachsen zuzusehen.

Viele Grüße Gerd
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Re: Wie ich zum Diskus kam

Beitragvon AxelU » 30. Mär 2020, 09:59

Hallo Gerd,
vielen Dank für den Interessanten Bericht :gut:
Freundliche Grüße Axel
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Re: Wie ich zum Diskus kam

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 30. Mär 2020, 19:34

Hallo Gerd,

Vielen Dank für deinen tollen Beitrag. :gut: :smilie_danke:

Es wäre schön wenn uns vielleicht noch andere schreiben können,
wie sie zur Aquaristik und zum Diskus gekommen sind.

Ich habe schon seit ich denke kann mit Fische und Aquarien zu tun gehabt.
Schon meine Eltern hatten ein Gesellschaftsbecken mit Guppys und Co.

Mit ca.25 Jahren zog dann der erste Diskus in mein Becken.
Leider hatte ich nach einiger Zeit das meine Fische damals die
Diskusseuche bekamen und ich das Hobby aufgab.

Nach einer Pause ging es dann wieder mit Diskusfischen weiter.
So habe ich schon Jahrelang diese schönen Fische bei mir Zuhause.
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Wie ich zum Diskus kam

Beitragvon Marcus(malu) » 2. Apr 2020, 21:09

Hallo zusammen,

meine Geschichte ähnelt sehr dem ganzen von Gerd. Als Kind begann das ganze mit Stichlingen in einer Plastikwanne auis dem Gemüsefach eines Kühlschranks. Lange überlebten die Tiere das im Sommer nicht in dem kleinen Gefäss. Später kammen die Tiere dann in einen Brunnenfaß mit 200 Liter. Da wurden die Tiere schonn etwas älter, da das Volumen ja größer war und es jeden Tag 100 frisches Wasser gab. Nur sehen konnt man in dem Plastikfass nicht wirklich viel. Mit 11 Jahren die ersten Aquarienbücher, hab ich immer noch auf dem Speicher, total verfledert vom vielen lesen. Ist noch Schwarz weiß. Der große Traumfisch war der Skalar. Mit 11 bekam ich das erste Aquarium, mit Messingrahmen. Stolze 20 Mark hatte ich investiert. Zum Glück hat mich mein Vater unterstützt, obwohl keiner in meiner Familie das Hobby teilte. Keiner konnte verstehen was man an Fischen so toll fand. Eingezogen sind halt lebendgebährende. Guppys, Platys. Nach 3 Jahren wuchs das Becken auf ein 80 cm Becken. Da ging es dann schon etwas weiter zu den Barschen, kleine Südamerikaner. Als das nächste Becken anstand, stolze 100 cm, zogen Mitelamerikaner ein, Feuermalbuntbarsch. Da gab es dann auch die ersten Jungen. Aufgezogen und gegen Futter an den Aquarienladen abgegeben. Dann kam die Bundeswehrzeit und das Hobby ist eingeschlafen. Nach der Bundeswehr ging es weiter, da kamen dann auch die ersten Diskus. Angefixt wurde ich in meiner Arbeit. Ich druckte den Diskus Brief. Ich hab alle 3 Monate daruf gewartet, bis endlich wieder ein neuer Diskusbrief in Auftrag gegeben wurde.Ich war so ziemlich der erste der den dann lesen durfte :lol: :lol: 2Heckel und 2 Snakeskin sind eingezogen. Arg lange haben die Tiere aber nicht überlebt, ich schätze mal auf ca 1 Jahr. Dann wurde das Thema Diskus aufgegeben. Malawi´s zogen ein. Nach etlichen Jahren kam wieder ein neues Becken, und auch ein neuer Besatz. Ein Arbeitskollege hatte Frontosas vermehrt, davon zogen 15 kleine in mein neues Becken.Als die Tiere eine stattliche Größe ereicht hatten nahm sie mir ein Bekannter mit einem 2000 Liter Becken ab. Darauf folgten Tropheus aus dem Tanganjikasee. 7 Jahre bgeleiteten sie mich mit unzähligen Nachzuchten. Dann mussten wieder Diskus her. Dieses mal musste auch alles richtig angegangen werden. Mit Wasseraufbereitung, Osmose, und parafreien Tieren. Mit Royal Blue von Hanke begann alles, später folgten Madeirah Merah von Hanke. Mehrmals vermehrten sich die TIere im Gesellschaftsbecken. Nach meheren Jahren Diskus gab ich die Fische ab. NZ der schönen Tiere schwimmen heute noch bei Axel. Jetzt tummeln sich seit 2 Jahren in dem 240 cm Becken wieder Tropheus Ilangi, bei denen sich leider noch keine NZ eingestellt haben.
Wenn ich so zurückblicke, haben sehr viele verschieden Fische mein leben begleitet. Etliche habe ich am Anfang, gerade aus Unwissenheit gehimmelt. Zu späteren Zeiten sind mir keine Tiere mehr verstorben, außer am ALter vielleicht.
Mein Leitsatz ist ganz einfach. Nie was neues dazu setzen. So hielt ich das ganze beim Diskus, und auch bei den Tropheus. Einmal der Besatz in ein frisches Becken rein, das war es dann.

Mittlerweile hab ich so ziemlich alles erreicht was ich mir vorgestellt habe, bis auf einen Kellerraum für meine Aquarien. Das fehlt mir noch.

mfg

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Re: Wie ich zum Diskus kam

Beitragvon diskusgerhard » 3. Apr 2020, 17:43

Hallo Zusammen,
ich freue mich über jeden Beitrag zu diesem Thema. Sehr interessant ist das ein Großteil der Aquarianer seit Kinderschuhen, wenn auch mal mit Unterbrechungen,diesem schönen Hobby nachgeht. Dieses wurde mir auch
von vielen Mitgliedern unseres Aquariumvereins in Recklinghausen bestätigt.
Auch die eine oder andere Erfahrung die ein Aquariumfreund im laufe der Zeit gemacht hat ist oftmals sehr wertvoll.
Marcus schreibt z.B. : Mein Leitsatz lautet nie etwas Neues hinzusetzen !!
Ich habe einmal richtiges Lehrgeld zahlen dürfen.
Es ist länger her, ich hatte noch nichts von Bakterienunverträglichkeit gehört. Zu meinem damaligen Diskusbestand
wollte ich ein paar Tiere hinzufügen. Als "erfahrener Diskushalter " habe ich die neuen Tiere erstmal 14 Tage in Quarantäne im Extrabecken gehalten. Nachdem alles gesund und fit blieb, das Futter gut angenommen wurde und der
Kot normal aussah wurden die Tiere im großen Becken zusammengesetzt. Innerhalb einer Woche war mein gesamter Diskusbestand hinüber.
Lieber Marcus: Dein Leitsatz hatte für mich etliche Jahre früher kommen müssen.

Viele Grüße Gerd
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Re: Wie ich zum Diskus kam

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 5. Apr 2020, 22:01

Hallo Gerd.

Da kann ich deine Erfahrung nur bestätigen.
Auch ich habe so eine Erfahrung machen müssen. :weinen:

Aber es gab einen sehr guten Freund der mit damals
helfen konnte und ich keinen meiner Tiere verloren hatte.

Es wäre schön wenn vielleicht noch jemand seine Erfahrungen und
Erlebnisse hier schreiben würde. :grins:
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Wie ich zum Diskus kam

Beitragvon diskusgerhard » 28. Apr 2020, 17:45

Hallo zusammen,
Hier ein kurzer Bericht von meinen neuen Jungtieren.
Die Kleinen sind nun fast 2 Monate bei mir und entwickeln sich sehr gut. Sie gehen gut ans Futter ( Artemia, Mückenlarven, Muschelfleiscch und Diskusgranulat ) und man kann ihnen beim Wachsen zuschauen.
Einer machcht mir etwas Sorge. Er hatte aufgehört zu fressen und zeigt in der Aftergegend Verdickungen.
Ich habe ihn im Quarantänebecken ohne Futter für 3 Tage auf 30/31°gesetzt. Nachdem ich ihn zurückgesetzt habe
frisst er wieder sehr gut. Die Verdickungen sind jedoch geblieben.
Zum Schluss noch ein Foto von der ganzen Gruppe und eines von dem Sorgenkind.
Viele Grüße Gerd
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