Tot eines Fisches

Diskussionen zum Diskus

Tot eines Fisches

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 8. Okt 2013, 14:01

Hallo ihr Lieben.

Ich habe mir lang überlegt welche Überschrift dieser Beitrag haben sollte und
wie ich ihn am Besten schreibe.
Ich denke einige von euch werden es schon mal erlebt haben,
das man vor dem Becken steht und es einem Tier nicht gut geht.

So ist das bei mir am Sonntagabend gewesen.

Ich bin Sonntag gegen 19:00 Uhr in den Keller gegangen um meine Fische zufüttern.
Als ich zu dem Becken in dem meine Pünktchen und Pigeons kam sah ich mit einem
Blick das etwas nicht stimmte.
Einer der Fische stand auf dem Boden und hatte sich an einer Wurzel gelehnt.
Kurz entschlossen griff ich ins Becken und nahm den Fisch hoch.
Äußerlich sah man dem Fisch nichts an.
Keine Wunde, kein geschwollener Bauch, keine dunklen Augen.
Seine Atmung war ruhig.
Nur der Fisch bewegte sich in meiner Hand nicht.
Die anderen Fische im Becken benahmen sich nicht auffällig.

Ich setzte den Fisch wieder ab auf den Boden und kontrollierte die Wasserwerte.
Die Werte waren völlig in Ordnung und es war nichts Auffälliges dabei.

Ich fing an zu überlegen was das sein könnte und wie ich dem Fisch helfen kann.
So montierte ich erst mal einen Sprudelstein ins Becken,in der Hoffung das
es was bringen würde.

Nach 15 Min. lag der Fisch auf dem Boden und
einige Welse und Garnelen standen um ihn herum.
Schnell nahm ich den Fisch mit der Hand aus dem Becken und
setzte ihn in ein Quarantänebecken.

Jetzt tickte es in meinem Kopf was sollte ich jetzt nun tun.
Also Bücher raus und reingeschaut.
Da stand nix.
Natürlich hatte ich mittlerweile schon eine Vermutung und überprüfte sie auch gleich.
Ich sah mir die Reflexe des Fisches an.
Flossen bewegten sich nicht und der Augenreflex war nicht da.

Organversagen!!

Jetzt stand ich da hilflos vor dem Becken und konnte dem Fisch nicht mehr helfen.
Das einzig Richtige was ich jetzt noch tun konnte war den Fisch zu erlösen.
Zwar fällt das einen nicht leicht, aber man möchte auch nicht das sich das Tier unnötig quält.

So etwas gehört leider auch dazu wenn man so ein Hobby betreibt.
Den man hat auch Pflichten gegen über eines Tieres.
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Jörg69 » 8. Okt 2013, 14:33

Hallo Sylvia....

das ist natürlich immer sehr traurig wenn sowas passiert. Aber warum soll es bei den Tieren anders sein wie bei uns Menschen....Nur gibt es bei Menschen Organspenden usw.
Auch wird es nicht an einer schlechten Hälterung gelegen haben, wer dich und deine Becken kennt weiß das.

Wie alt war diesesTier was gestorben ist?

Viele Grüße,

Jörg
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Thomas Ebinger » 8. Okt 2013, 16:06

Hallo Sylvia,

ja das ist die Natur Schlaganfälle, Organversagen und Herzinfarkt gibt es leider auch bei Fischen.

Kopf hoch :traene:

Grüße
Thomas Ebinger
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Ulrike » 8. Okt 2013, 17:46

Hallo Sylvia,

das tut mir sehr leid für Deien Fisch.

Erinnert mich aber an eine Geschichte Anfang des Jahres bei mir.

Ein Bavarian wurde dunkel relativ schnell. Ich habe wie Du auch gleich gehandelt und ihn ins QB gesteckt. Da ich auch nicht genau wußte wogegen ich behandeln sollte, wartete ich noch eine Nacht ab.
Am anderen Morgen lag er tot auf dem Boden. Ich war total platt. Denn so schlecht ging es ihm auch nicht.

Ich habe ein kleines Mikroskop und da habe ich den Fisch untersucht, weil ich wissen wollte was passiert ist.

Nachdem ich die Leber gesehen habe, wußte ich er war an einem Leberversagen gestorben. Da das Futter aber nicht schlecht war was er bekommen hat, nehme ich an das seine Leber angegriffen war. Evtl. Geburtsschaden !

Da hätte keiner mehr helfen können.

Deshalb sei nicht traurig. Manchmal kann man nichts mehr tun.

Gruß
Uli
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Wolfgang E » 8. Okt 2013, 20:22

Hallo Sylvia

Das tut mir für Dich und Deinen Fisch leid.
Gott sei Dank blieb ich bis jetzt davor verschont, aber ich fürchte mich jetzt schon vor dem Tag da mir das auch passiert und der wird kommen.
Kopf hoch
Grüße Wolfgang
...............................................................................................
Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man`s nur mit Malz und Hopfen
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 8. Okt 2013, 20:23

Hallo ihr Lieben.

Vielen Dank für eure Anteilnahme. :knutschen:

Das Problem ist halt auch diese Hilflosigkeit die einem
befällt wenn man so ein Tier in der Hand hält und ihm
doch mit allen Wissen nicht weiter helfen kann.

Aber das Leben muß weiter gehen und man hat noch Tiere
für die man die gleiche Verantwortung hat.
Diese haben ein Recht nach bestem Wissen und Gewissen versorgt zu werden.
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon diskusgerhard » 8. Okt 2013, 20:36

Hallo Sylvia,
ich glaube ähnliche Probleme hatten wir alle einmal.
Die genaue Ursache wird sich ohne eine Obduktion des Tieres nicht feststellen lassen. Wenn die anderen Tiere keine
Anzeichen haben wird es sich vermutlich um ein Organproblem und nichts infektiöses oder bakterielles handeln.
Ist nur eine Vermutung von mir, tut mir leid daß ich da nicht weiterhelfen kann.

mfG Gerd
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Jörg69 » 9. Okt 2013, 10:44

Hallo Sylvia,

ich weiß ja wie es geht, aber bestimmt so einige hier nicht, wie man einen Diskus Einschläfert.
Kannst du mal schreiben, wie du es gemacht hast, um das Tier zu erlösen ?

So traurig wie es ist, aber wenn es soweit ist sollte man ihm es so angenehm wie möglich machen.

Viele Grüße,

Jörg
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Christian » 10. Okt 2013, 01:46

Hallo Jörg und all die anderen die es interessieren könnte,

hab doch gewusst, daß das Thema hier in einem Fred schonmal behandelt wurde. Ist noch gar nicht solange her, das ich den Thread gefunden habe. Hier mal der Link: rund-den-diskus/diskus-toten-mit-nelkenol-t1878.html . Schon ne traurige Angelegenheit und es kostet auch viel Überwindung sowas zu tun. Ich darf hier gar nicht schreiben wie ich es früher gemacht habe, als ich noch nix wusste von dem Nelkenöl. Aber leiden lassen konnte ich sie auch nicht.
Gruß Christian
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Re: Tot eines Fisches

Beitragvon Ulrike » 10. Okt 2013, 16:58

Hallo Jörg,

ja Tötung mit Nelkenöl und zur Sicherheit so habe ich es bei D. Untergasser gelernt, mache ich nachdem der Fisch betäubt ist, dies teste ich am Augenreflex. Einen Genickschnitt mit der Rosenschere.

Ich habe eine kleines Mikroskop und nehme mir dann immer die Zeit und untersuche den toten Fisch. Um halt auch ein bischen in Übung zu bleiben.

Ich kann es jedem nur empfeheln ein solches Seminar bei D. Untergasser zu besuchen. Leider ist die Location bei Rosenbachs nicht mehr da. Aber es wird sich bestimmt auch noch eine andere finden.

Gruß
Uli
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