PETA und der Heimtierschutz

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PETA und der Heimtierschutz

Beitragvon Marion » 14. Dez 2015, 21:54

Hallo Ihr Lieben,

Ich habe gerade mal wieder auf die Seite des DV-TH e.V. *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** geschaut. Mit Schrecken habe ich den Bericht über das geplante Verbot der gesamten Heimtierhaltung gelesen. *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Aus diesem Text habe ich folgendes kopiert:
Im Einzelnen fordert PETA folgendes:
• Haltungsverordnung für alle „Heimtiere“
• Gruppenhaltung soziallebender Arten (Kaninchen, Vögel, etc.)
• Einführung eines Hundeführerscheins für Hundehalter
• Kastrationspflicht für alle geschlechtsreifen Tiere, die unkontrolliert ins Freie gelassen werden
• Verbot der Wildtierhaltung in Privathaushalten und damit verbunden das Verbot von „Exotenbörsen“
• Verbot von Vogelbörsen und -ausstellungen
• Massive Eindämmung der Zucht aller „Heimtiere“
• Verbot von „Qualzuchten“
• Verkaufsverbot von Tieren im Zoohandel
• Ausbildungsverordnung für Mitarbeiter des Zoohandels
• Verbot für Jäger, tierische Mitbewohner abzuschießen


Für mich stellt sich die Frage, was unter den Oberbegriffen - alle Heimtiere - und - Wildtierhaltung - genau zu verstehen ist. Sind davon auch Aquarien und Wildfänge betroffen?

Hinzu kommt, dass von der EU ein Haltungsverbot für bestimmte Tierarten geplant ist. Dieses Gesetz wurde jetzt eingereicht und soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

Tom und Marion
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Re: PETA und der Heimtierschutz

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 14. Dez 2015, 22:39

Hallo Marion.

Nun bei einigen Punkten dieser Liste könnte ich da schon zu stimmen:

• Ausbildungsverordnung für Mitarbeiter des Zoohandels
Da sehe ich echt bei manchen Verkäufer Bedarf dran.

• Kastrationspflicht für alle geschlechtsreifen Tiere, die unkontrolliert ins Freie gelassen werden.
Hier wird wahrscheinlich an Katzen gedacht die sich in Freiheit schon gut vermehren.

• Verbot der Wildtierhaltung in Privathaushalten (bei nicht artgerechter Haltung).
Das gilt denke ich für Heimische Wildtiere wie z.B. Eichhörnchen, Igel u.s.w.

• Einführung eines Hundeführerscheins für Hundehalter
Da kommt es auf die Größe des Hundes an.
Mein Yorki bekomme ich auch noch so im Griff ohne Führerschein. :lol:

• Verbot von „Qualzuchten“
Diese sollten auch verboten werden, wenn die Tiere unter dieser Zuchtform Gesundheitlich leiden müssen.


Den Punkt halte ich auch, für Überlegenes wert.
• Verbot für Jäger, tierische Mitbewohner abzuschießen
Wenn ich mit meinen Hund im Wald bin möchte ich auch nicht das er abgeschossen wird.

Der Rest ist....

Die mögen ja gute Punkte zur Tierhaltung haben,
aber nicht mit allen kann man da über einstimmen.
Liebe Grüße Sylvia
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Re: PETA und der Heimtierschutz

Beitragvon AxelU » 15. Dez 2015, 12:56

Hallo zusammen, ich kann mich im großen und ganzem Sylvia anschließen :lol:
Aber ich als Hundehalter habe dafür zu sorgen das mein Hund nicht im Wald umherläuft und andere Tiere jagt.
Was leider oft vorkommt, schlimmer noch sind da aber alle, oder die meisten Katzenhalter die ihre Katzen immer draußen umherlaufen lassen. Mein Hund hat noch nie einen Vogel getötet.
Sylvia Hilgemann hat geschrieben:• Verbot für Jäger, tierische Mitbewohner abzuschießen
Wenn ich mit meinen Hund im Wald bin möchte ich auch nicht das er abgeschossen wird.


Es gibt heute so schöne Laufleinen bis 10m länge, dass es meiner Meinung nach nicht mehr nötig ist seinen Hund im Wald frei laufen zu lassen. Sylvia ich kenn ja Deinen Hund, da musst Du schon aufpassen das der kleine nicht von einem Hasen angefallen wird. :lol:
Freundliche Grüße Axel
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Re: PETA und der Heimtierschutz

Beitragvon Marion » 15. Dez 2015, 13:54

Hallo Sylvia und Axel,

Ich kann den Ausführungen von Sylvia zustimmen.
Es ist richtig, dass einige der Forderungen berechtigt sind. Ich bin auch dafür, dass der Tierschutz in einigen Punkten verbessert wird. Jedoch sind die dort aufgestellten Forderungen zum Teil nicht in die Praxis umzusetzen.

Ich habe hier einige Erläuterungen aus dem oben aufgeführten Link kopiert:

§2 des deutschen Tierschutzgesetzes regelt, dass wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, dieses Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen muss. Dies schließt Paar- bzw. Gruppenhaltung soziallebender Arten mit ein, weshalb eine gesonderte Forderung hiernach vollkommen überflüssig ist.
Statt einer weiteren Verordnung braucht es sinnvolle Aufklärung über die Bedürfnisse der Heimtiere und praktikable Tipps, diese auch umzusetzen. Hiermit kann PETA nicht aufwarten, denn schließlich fehlt dazu die Expertise und letztlich auch der Wille, denn PETA möchte schlussendliche jegliche Haltung von Tieren in Menschenobhut beendet sehen.


Dies ist dann ungefähr so, als wenn man einen Kleinsparer, dem die Bank einen Kredit verweigert hat, zum Finanzminister erklärt! Sind diese Gutachten ein Fingerzeig für die von PETA geforderten Haltunsgverordnungen, dürfte mit der Heimtierhaltung bald Schluss sein, denn dann ist eine Hundehaltung in einer Vier-Zimmer-Wohnung sicherlich bald nicht mehr erlaubt. Wäre dem so, stellt sich die Frage nach dem Wohin mit den Tieren, die nicht mehr gehalten werden dürfen – PETA USA hat hier die Lösung, dort werden Hunde nach Übernahme durch PETA fast ausnahmslos getötet!

Marion
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