Kopflöcher beim Diskus.

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Re: Kopflöcher beim Diskus.

Beitragvon OnkelJosch » 30. Mai 2016, 11:00

Hallo,
AxelU hat geschrieben:Hallo Josch
Ich weiß nicht ob jeder Aquarianer weiß was in seinem Wasser vorhanden ist und was nicht? Mit all den normalen Test ob Tropfen oder Streifentests gelingt es uns nicht die genaue zusammen Setzung des Wassers zu überprüfen.

Da hast Du wohl recht, einige wissen wenig über ihr Wasser, das liegt auch manchmal daran das der Wasserversorger keine Werte zur verfügung stellt wonach man dann etwas ableiten könnte.
Auch mit dem testen hast Du natürlich recht, mit dem tröpfeln, das ist schon so eine Sache.
Ich habe Daten vom Versorger und messe mit Photometer, da geht das schon (Wasserwerte betreffend ) Man muss aber auch wissen welche Tests man kauft. 1 Beispiel pH Teststreifen 0,2
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AxelU hat geschrieben:Oder weißt Du welche Mineralien oder Vitamine im Wasser vorhanden sind und ob diese Menge ausreicht?
Ich denke nicht.
Also ich behaupte mal ich kenn meine Wasserwert, zumindest die die ich für notwendig erachte. Bei Vitaminen und was da sonst noch kreucht & fleucht muss ich natürlich passen.
AxelU hat geschrieben:Was bei dem Überbesatz von Bedeutung ist - wenn ich viele Fische in einem Aquarium pflege werden auch die Stoffe die die Fische brauchen schneller verbraucht. Und durch die Ausscheidungen der Fische wird das Wasser auch stärker belastet.
Wie auch schon Thomas geschrieben hat "Ernährung und die richtige Wasseraufbereitung ist für eine gesunde Funktion und Entwicklung der Haut und der Organe entscheidend."

Meine Werte werden genauestens nachgehalten und bei Änderungen durch Fisch, Pflanze oder biologische Aktivitäten… wird neu geregelt(z.B. Nitrat, Phosphat, Dünger)
Bild
AxelU hat geschrieben:So wie Du es oben schon geschrieben hast sollten wir versuchen Unseren Fischen beste Bedingungen bieten. Was aber nicht immer gelingt. :lol:
Der Wille ist da…
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Gruß Josch
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Re: Kopflöcher beim Diskus.

Beitragvon AxelU » 30. Mai 2016, 11:42

Hallo Josch
OnkelJosch hat geschrieben:Meine Werte werden genauestens nachgehalten und bei Änderungen durch Fisch, Pflanze oder biologische Aktivitäten… wird neu geregelt(z.B. Nitrat, Phosphat, Dünger)
so viel Mühe machen sich die wenigsten denke ich.
( Mich eingeschlossen :lol: es wird zwar regelmäßig Wasserwechsel gemacht, bei mir mit Regenwasser aber was das prüfen und Nachdosieren angeht bin ich eher etwas faul. Da wird erst genauer gemessen wenn meine Fische es mir zeigen. Da aber jeder andere Voraussetzungen hat ist das auch bei jedem anders )
Bei Dir mit Deiner Tabelle glaube ich schon das Du Dir dort viele Gedanken machst.
Wir sollten hier aber nicht das Hauptthema "Kopflöcher" aus den Augen verlieren da wir hier schon sehr ins Thema Wasser reinrutschen.
Freundliche Grüße Axel
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Re: Kopflöcher beim Diskus.

Beitragvon OnkelJosch » 30. Mai 2016, 17:21

Hallo,
AxelU hat geschrieben:Wir sollten hier aber nicht das Hauptthema "Kopflöcher" aus den Augen verlieren da wir hier schon sehr ins Thema Wasser reinrutschen.

türlich..
Hatte es oben bereits geschrieben:
Futterergänzung mit Kalzium/Phosphor und Vitamin D zur Genesung.
(Quelle: Untergasser 1991).
Mehr kann ich zum Thema nicht beitragen.
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Re: Kopflöcher beim Diskus.

Beitragvon OnkelJosch » 31. Mai 2016, 17:46

Hallo,
ich habe im „Mayland „ Diskusfibel noch etwas geschmökert,
da steht: Zitat:
Mayland - Diskusfibel hat geschrieben:Ob man die Ursache für die Lochkrankheit nun in einer Furunkulose, Fischtuberkolose oder der Ichthyospridium-Erkrankung sieht…“

Dr. Schubert meint hierzu : Zitat.
Dr. Schubert hat geschrieben: „Einen Grund für die Empfänglichkeit vieler Diskus für die Fischtuberkolose sehe ich in den meiner Ansicht nach viel zu hohen Haltungstemperaturen. 26 °C reichen (zur Zucht mehr).“
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Re: Kopflöcher beim Diskus.

Beitragvon OnkelJosch » 5. Jun 2016, 12:31

Hallo,
beim durchstöbern einiger Literatur fand ich noch etwas zum Thema Lochkrankheit.
Edwardsiella tritt als Mitverursacher der
• Lochkrankheit, bei
• Glotzaugen (Exopthalmus),
• infektiöser Bauchwassersucht
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Re: Kopflöcher beim Diskus.

Beitragvon diskusgerhard » 5. Jun 2016, 20:29

Hallo zusammen,

Die Lochkrankheit ist leider sehr häufig tödlich fur unsere Tiere. Über die Ursache ist schon viel gerätselt worden. (Tuberkolose, zu hohe Haltungstemperatur, unzureichende Wasserverhältnisse, usw.) Ich bin froh das ich
bisher davon verschont geblieben bin. Allerdings hatte ich schon mal Tiere die eine Schuppentaschenentzündung hatten. Es sieht dann so aus als wenn ein kleines weißes Würmchen auf der Haut sitzt. das kann auch schon mal im Kopfbereich sein. Nach dem Abheilen kann schon mal ein winziges Loch für kurze Zeit sichtbar sein. Ich meine bei diesem Krankheitsbild sollte man nicht panisch reagieren und gleich von Lochkrankheit sprechen. Ein Zuchtfreund hat allerdings schon mal ein Tier verloren als der gesamte Augenbereich betroffen war . Ich glaube aber das ist die Ausnahme, denn bei der echten Lochkrankheit sind meistens mehrere Tier betroffen und die Todesrate ist wohl auch höher.

Gruß Gerd
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Re: Kopflöcher beim Diskus.

Beitragvon Thomas Ebinger » 11. Jun 2016, 20:45

Hallo Gerd,

die Haut des Diskus ist nicht nur das größte Organ beim Diskus sondern auch das empfindlichste.

Bei meinen Studien war die Todesursache niemals primär die Lochkrankheit, sondern der Krankheitverlauf hatte primär andere Ursachen nur sekundär war der Verlauf der sichbaren Lochkrankheit schlimmer oder wurde bei richtiger Behandlung / Futterergänzung besser.
Auf die Hälterungsfehler Überbesatz und hohe Fütterungintervalle mit unzureichender Filterleistung und daraus resultierender Sauerstoffknappheit und hohen Keimdichten mit daraus resultierenden Mineralienverknappung und Verschiebung des Ionenverhältnisse sowie weitere Stressfaktoren u.s.w.möchte ich nicht nochmals eingehen diese wurden schon beschrieben.

Eine Hauptursache spielten tatsächlich einige Bakterienarten die pimär schleichend einen Krankheitsverlauf auslösten, der wiederum sekundär die Lochkrankeit mitverursachte, die Ernährung und Kondition der einzenen Diskusfische war hier entscheidend für den Krankeitsverlauf der mit dem Auge sichtbaren Lochkrankheit.

Nicht zu verwechseln mit den modernen Krankheiten die einer Lochkrankheit ähneln, hiebei lösen sich grossflächig nach beginnender kleiner Lochbildung der Epidermis und des Coriums (Ober und Gewebe der Unterhaut) die Haut tief und grossflächig ab was sehr schnell zum Tode des Fisches führt, diese Erkrankung wurde von mir untersucht und tauchte immer in Verbindung mit einer Quelle auf, daher gehe ich hier nicht genauer auf das Thema ein.

Um auf die Lochkrankheit zurückzukommen, wenn die Löcher meistens im Kopfbereich sichtbar sind, hat der Fisch schon eine längere Zeit für den Halter meistens nicht sichtbare Probleme und leidet!

Die sekundär sichtbaren Probleme sind nur mit schneller Hilfe zu heilen, hierbei spielen die Ernährung mit ungesättigten Fettsäuren wie Alpha Linolensäure (Omega 3 und 6) eine große Rolle mit der Veränderung der Ernährung optimiert sich die Fettsäurenzuammensetzung der Zellmembran und kann dadurch positiv auf die Entzündungsreaktionen die ja primär eine nicht zu verachtende Rolle spielt beinflußt werden, weiterhin spielen natürliche Vitamine der Gruppe D3 und Calciumverbindungen auf "citrat" Basis eine entscheidende Rolle.

Wenn jetzt einer meint, er kann Calcium auf "citrat" Bassis ins Wasser schütten, bitte diesen Gedanken gleich wieder verwerfen diese und weitere Formen von Calcium ist nur zur Futterergänzung geeignet!!!!!

Den Rat den ich geben kann um die Lochkrankheit erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist die Organe und Zellentwicklung auch der Oberhaut der Fische mit naturnahem leichtverdaulichem, Ballast und nährstoffreichem Futter zu versorgen.

Ein regelmäßiger Wasserwechsel mit einen richtigen Mineraliengehalt ist für die Fische eine weitere Ergänzung für ein langes und gesundes Leben.

Grüße
Thomas Ebinger
Zuletzt geändert von Thomas Ebinger am 11. Jun 2016, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.
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