Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

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Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Kosmo83 » 7. Jan 2011, 02:04

Hi,

ich möchte einfach mal ein paar meiner Thesen, Erfahrungen und Recherchen zum Thema Ernährung unserer Diskus zur Diskussion stellen.

These:
Diskus können mit Warmblüterfleisch wie Rinderherz nicht viel Anfangen!

Begründung:
Der Diskus hat einen sehr langen Darm, dies ist ein Indiez für eine überwiegend Pflanzliche Nährstoffquelle, sei es nun durch den Mageninhalt der Futtertiere oder das Abweiden von Pflanzen und Algen. Dieses Merkmal (langer Darm Pflanzenfresser, kurzer Darm Fleischfresser) zeigt sich bei fast allen anderen Spezies. Somit ist der Diskus garnicht wirklich in der Lage Warmblüterfleisch adequat zu verwerten, um das tierische Eiweiß zur verfügung zu stellen sollten daher meines erachtens andere Wasserbewohner wie Krebse/Muscheln/Fisch etc. genutzt werden, da diese meines Erfahrung nach besser verwertet werden können und nicht zum größten Teil wieder ausgeschieden wird.

These:
Diskus brauchen keine Abwechslunsreiche Fütterung, ein gutes Alleinfutter reicht

Begründung:
Generell sind Fische wie alle Tiere darauf aus, ihren Nährstoffhaushalt ausgeglichen zu halten. Wenn alle Nährstoffe vorhanden sind, es keine Mangelerscheinungen gibt, braucht der Fisch/Tier/Mensch im Grunde keine andere Nährstoffquelle.

Nun gib es aus meiner Sicht 2 Problemfaktoren, die ich zur Diskussion stelle.
Vermenschlichung:
Menschen setzen ihre Haustiere gern mit ihnen, oder ihren Bedürfnissen gleich "Du isst doch auch nicht jeden Tag das selbe" und warum nicht, weil unsere Überflussgesellschaft uns eine riesen Auswahl bietet, brauchen tun wir diese nicht und vor einigen 100 oder 1000 Jahren sah es anders aus, da wurd gefuttert, was da war, und wenn es 3 Monate das selbe war, scheiß drauf. Essen war Nährstoffzufuhr, erst als die Überflussgesellschaft einzug erhielt, und ich meine unter anderem Anführer/Adielige/Priviligierte bekam Essen noch den Aspekt des Genusses/Genießens/Zelebrierens.
Auch der Diskus braucht nicht 20 verschiedene Futtersorten, meiner Meinung nach.

Stichhaltige Gründe für eine große Auswahl an Frostfutter könnte die Unzulänglichkeiten im Frostfutter sein: Frostfutter, respektive gezüchtete Futtertiere sind relativ Nährstoffarm (ich sage bewußt relativ), da es bei der Zucht um Kostenoptimierung geht. Hier sollen die Futtertiere einfach nur groß werden und nix kosten. Das heißt der Vitamingehalt/Nährstoffgehalt in diesem Futter ist eingeschränkt. Dies kenn ich aus der Terraristik, da ich die Heuschrecken und Heimchen für mein Chamäleon immer mit Vitaminen/Mineralien bestäuben muss, andernfalls stellen sich schnell Mangelerscheinungen ein.
Um diesen Nährstoffmangel auszugleichen, muss man unterschiedliches Frostfutter füttert, um so den kompletten Nährstoffhaushalt auszugleichen.
Mit einem guten Alleinfutter (Frostfuttermischung/Trockenfutter) bedarf es dieser abwechslungsreichen Ernährung nicht, denn alle Nährstoffe sind vorhanden.

These:
Hochwertiges Flockenfutter/Granulat als Alleinfutter bzw. Hauptnahrungsquelle ausreichend.

Begründung:
Die Futtermittelindustrie schafft es alle erforderlichen Nährstoffe und auch die richtige Konzentration in einer Flocke/Granulatkorn zu bündeln. Somit ist biologisch alles vorhanden, was der Organismus braucht. Neben diesem Aspekt gebe ich zu, dass die einfache Handhabung dieser Futtermittel, grade im Urlaub (Futterautomat) einen Vorteil gegenüber Frost oder Lebendfutter bieten.
Auch ist die Gefahr sich Krankheiten durch Trockenfutter (es sei denn es ist verdorben) einzufangen nahezu ausgeschlossen.
Hochwertige Futterhersteller nutzen mittlerweile (meine Einschätzung) Nebenprodukte, ich nenne es bewußt nicht Abfälle um den negativen touch zu vermeiden, aus der Lebensmittelindustrie. Dies lässt sich vorallem bei *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** vermuten, denn meiner Vermutung nach, wird dieses Futter aus Überresten der Lebensmittelherstellung gemacht, die für den Menschen eher unerwünscht sind und über bleiben, beispielsweise nach dem Filitieren eines Lachses. Hierbei bleibt die Mittelgräte mit Fleischresten über, was aber deswegen nicht schlecht ist.
Somit denke ich, dass dies ein hochwertiges, ausgewogenes Futter ist, dass neben der Möglichkeit alle Nährstoffe gebündelt dem Fisch zur Verfügung zu stellen auch praktische Vorteile wie Lagerung, Medikamentierung (eingeweichtes Futter verabreichen) und dergleichen bietet.

These:
Zu viel füttern belastet nur das Wasser und ist Geldverschwendung

Begründung: Jeder Organismus braucht zum Wachstum bzw überleben einen gewisse Nährstoffzufur, die in Form von Vitaminen, Mineralien, Proteinen und Balaststoffen zugeführt werden muss. Eine überversorgung mit diesen Nährstoffen führt dazu, dass diese garnicht weiter vom Körper aufgenommen werden können, somit wird ab einer gewissen Überversorgung das meiste wieder ungenutzt ausgeschieden. Manche Überversorgungen sind sogar negativ für einen Organismus. Eine optimal für den Diskus verwertbahre Ernährung und das ausschalten von Tischgesellen, die dem Diskus das "Futter" klauen (Würmer/Flagellaten) reduziert den Futterbedarf, schont den Geldbeutel und belastet weniger das Wasser.
Die Amis werden auch nicht größer, nur weil sie MEHR essen, denn bei optimaler Nährstoffzufuhr bestimmt das Genom die Größe, nicht die Menge an reingeschaufeltem Futter.
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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Gabi » 8. Jan 2011, 03:21

hallo chris

ich hoffe du wertes meine meinung nicht all zu krass , dafür denke ich kennen wir uns ein wenig :fish:
ich musste ein wenig schmunzeln als ich dein beitrag gelesen hatte .
wo hast du es abgeschrieben oder gescannt ? :lol:
das rinderherz ist schon immer ein streitpunkt gewesen , ich denke das weisst du auch und gehört zu den frostfuttern :lol:
hätte dir gerne noch ein link zu einen forum gebracht was aktuell ist . aber um die zeit wird es gewartet , kann aber nachreichen . das thema ist momentan aktuell und denke kennst es auch . :lol:
ich futtere meine tiere z.b.s. mit truhanherz und knobi .......................... was den darm gut tut ?
ich kann nicht nach vollziehen ,dass ich wenn ich alles in einen futter habe was den diskus keine kopflöcher vermache , dann noch nur ein frostfutter / ganulat / flocken verabreichen solle .

wenn du genau dieses in ein andern forum geschrieben hättest , naja geköpft wäres du ein wenig !
link wenn gewünscht nicht abrufbar !

lg gabi
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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Gabi » 8. Jan 2011, 03:31

hallo chris

jetzt ist der link online
hier von oswalt hanke einfach mal lesen :fish:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Chris » 8. Jan 2011, 10:20

....die Zeilen von Oswalt Hanke sollten sich manche sehr gut durchlesen und vieleicht auch öfters!!!!!
....wenn der Diskus "so garnicht" auf warmblüter Fleisch ausgelegt ist...dann frage ich mich warum meine Tiere zeit 16jahre nie Mangelerscheinungen und immer einen sauberen Kott haben und auch 7-8 jahre alt geworden sind und je nach gene auch eine stattliche Größe erreichen OBWOHL ich Rinderherzmischungen füttere!!!....(das dürfte doch alles garnicht sein, WENN das "Warmblüter" Fleisch dem Diskus so schlecht tun würde, oder!!!!)....
...naja, ich nehme mir jedes Jahr immer aufs neue vor nichts zu Diesem Thema mehr zu sagen oder schreiben, aber ich kanns dann doch nicht sein lassen....
schönen Gruß Chris :smoke:
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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Gabi » 10. Jan 2011, 01:45

hallo chris

ein forum ist zum diskustieren da :lecker:
mangelerscheinungen hatte ich auch noch bei keinen tier von mir in längerer haltung gehabt .
ich brauche dir auch sicherlich nicht zu erz. das man nun nicht unmengen an rinderherz / truthahnherz verfüttern sollten .
sind wir doch einfach glücklich das wir mit den kopflöchern und sicherlich viele hier auch , nichts mit am hut haben und unsere diskus abwechslungsreich ernähren :(

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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Gerrit » 10. Jan 2011, 06:24

Gabi hat geschrieben:ein forum ist zum diskustieren da


Und das schönste dabei ist, das bei uns noch der Diskus drin vor kommt. :(
Liebe Grüße von Gerrit.
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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Kosmo83 » 10. Jan 2011, 08:47

Gabi, auch in dem Eu-Forum hab ich das ganze ein wenig angestoßen.
Oswalds ausführung zum Onivoren kann ich nachvollziehen, in soweit, dass er dazu in der Lage ist, Tierische kost zu verwerten.
Das die Zellstruktur und vorallem die Proteine von Wirbellosen etwas anders ist, als die von Warmblütert dürfte richtig sein.

Somit erweitere ich:
Die Ernährung von Symphsodon ist auf pflanzliche und tierische Kost von unterwasserlebewesen ausgelegt.
Warmblüterfleisch kann er verwerten, dürfte aber auf Grund der Proteinketten/Zellstruktur nicht das Optimum sein.

Sehts mal so, ihr füttert eure Kinder doch auch nicht nur mit Burgern von einer Fastfoodkette.
Schnell dick macht das auch ;) Essen würdens die Kids ebenfalls, nur ob das die optimale Ernährung ist dürfte Bezweifelt werden
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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon ToniNB » 10. Jan 2011, 13:10

Hallo Chris, ich denke du hast Recht.
Rinderherz ist wie Fast Food (gutes Beispiel von Dir) :beifall;
Ich füttere es auch alle 2 Tage meine Nachzucht.
Dazu gibt´s Granulat, Artemien und weiße Mückenlarven, mehr nicht.
Die Häufigkeit des Fütterns ist Altersabhängig, wie bei allen Lebewesen.
Ich denke auch das ein Verspäteter WW nicht so schlimm ist wie zu wenig Nahrung.
Quäle NIE ein Tier zum Scherz,
denn es fühlt wie DU den Schmerz!

MFG Toni aus NB
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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Kosmo83 » 10. Jan 2011, 13:56

Und was die Züchter betrifft.
Dies ist kein Angriff sondern ein Versuch einer Erklärung.

Der Züchter ist darauf aus, schnellstmöglich die Tiere auf Verkaufsgröße zu bekommen, jeder Tag mehr kostet (Futter/Wasser/Strom/Arbeitsaufwand).
Ein Futter, dass zumindest keine massiven Mangelerscheinungen hervorruft, im Gegenteil schnelles Muskelwachstum fördert und dazu günstig ist, ist eine gute Möglichkeit, dies auf schnellstem Wege zu erreichen.

Ob nun das Pushen in 12 Monaten auf 20 cm oder in 24 Monaten besser ist (nicht für den Geldbeutel) ist eine andere Frage, welche ich nicht beantworten kann.

Allerdings denke ich, wenn die Tiere nicht unterversorgt sind, dass die Gene die Größe bestimmen und nicht das Futter.
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Re: Ernährung unserer Diskus: Thesen, Überlegungen, Erfahrungen

Beitragvon Gabi » 12. Jan 2011, 03:31

hallo chris
ich möchte hier nicht auf deine ausfürlichen aussagen ausgehen .
fakt ist doch wenn ich jeden tag bürger esse wie in amerika , breite ich mich eben halt aus :fish:
genauso geht es dem fisch ob diskus oder forelle !
wenn ich jeden tag regenwürmer bekomme , rinderherz , grill geht der fisch in die breite ! sondern auch werde verkehrt ernährt :lol:
wenn du die junfische sonst noch meinst , versuchst natürlich jeder oberzüchter seine nz so schnell zu vermarkten .
nun frage ich dich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ich habe von reinen cuipeua nz f1 ( wie du auch weisst ) , die ich nicht verkaufe , die aber in 7,5 wochen
an die 6 cm hatten ,. ein gewisser züchter schafft dieses aber nur in 12 wochen . :beifall;
wie willst du das agumentieren ?
ich spreche hier nicht von parafreien :fish:

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