Artemia

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Re: Artemia

Beitragvon Hermann » 11. Jul 2013, 09:31

Moin André,

parafrei bedeutet nicht unsterblich! Sie sind lediglich frei von Würmern und Flagelaten. Sie können durch Bakterien, Wasserbelastungen, falsche Ernährung oder Pflegefehler genauso krank werden wie nichtparafreie Tiere. Der Unterschied wäre in meinem Fall vielleicht gewesen, dass die Wasserbelastung durch Artemiafütterung das Tier so geschwächt hätte, das sich die Flagelaten massenhaft vermehrt hätten und das Tier mit anderen Symptomen gestorben wäre.

Bei manchen Frostfuttersorten hast Du Recht mit der Infektionsgefahr. Meine Artemia kommen aus einem deutschen Salzsee. Die Übertragung von Flagelaten und Würmern sollte dort eigentlich auszuschließen sein.

So wie mir bekannt ist, füttern alle Züchte ihre Bruten zuerst mit Artemia. Auch hätten sich die Tiere bei einem Befall mit Würmern oder Flagelaten nicht nach einem größerem WW wieder vollkommen erholt.

Mein großes Becken ist, wie Du gelesen hast, nicht parafrei. Somit kann ich schon behaupten das es einen großen Unterschied zu den parafreien Tieren gibt. Ich werde auch versuchen sie parafrei zu halten bis sie ausgewachsen sind. Das verstorbene Tier habe ich nach Anleitung mit dem Mikroskop untersucht und konnte keine Würmer, Wurmeier oder Flagelaten im Darm, Magen oder Kiemen finden. Ich bin mit dem Mikroskop zwar noch ein Anfänger, hätte aber sicherlich bei einer Massenvermehrung etwas gefunden.

Nette Grüße Hermann
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Re: Artemia

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 11. Jul 2013, 11:52

Hallo Herman.

Du hast ja geschrieben das deine Tiere nach mehreren großen Ww wieder
gut im Becken gestanden haben.
Daraus kann man schon schießen das mit dem Wasser etwas nicht in Ordnung war.

Meistens trifft eine innerliche bakterielle Infektion schon Fische
die ein schwächeres Immunsystem haben.
Es muß nicht unbedingt gleich alle Fische treffen.

Ich habe täglich zweimal ein Stück Artemia gefüttert weil es am besten angenommen wird und nach der allgemeinen Meinung unter Züchtern als bestes Aufzuchtfütter gilt.

Nun klar ist es das beste Aufzuchtfutter, aber das gilt für Fische im Babyalter.
In diesem Stadium ernähren sich die Kleinen von der Schleimhaut der Eltern und den
zusätzlich gefütterten frisch geschlüpften ( Artemiaeier) Naupien.
Selbst da muß man sehr pingelig mit der Wasserhygiene sein, da diese schon das Wasser sehr belasten. :zwink: :wasser:
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Artemia

Beitragvon Hermann » 11. Jul 2013, 15:38

Hallo Sylvia,
bei einem reinem Aufzuchtbecken in der Größe meines Beckens hält ein Züchter ca. 40 oder mehr Tiere. Er wird täglich einen großen WW machen von vielleicht 80%.

In meinem Becken schwimmen 8 Tiere von ca. 14cm. Ich gebe Ihnen 4-5 mal am Tag eine Ration Futter. Davon 2mal Artemia, einmal Muschelfleisch, einmal Spinat und einmal Granulat oder Flocken. Ich sauge jeden Tag den Bodengrund ab, ca 50l, dreimal die Woche einen 30-40% WW dabei wird Vorfilter und Innenfilter mit Aquawasser gereinigt.

Der erhöhte Leitwert ergab sich durch das, aus beruflichen Gründen, überspringen eines Wasserwechsels und war und ist kein Dauerzustand.

Meinst Du das diese Wasserhygiene noch nicht pingelig genug ist?

Meistens trifft eine innerliche bakterielle Infektion schon Fische
die ein schwächeres Immunsystem haben.
Es muß nicht unbedingt gleich alle Fische treffen.


Nach einer geraumen Zeit kennt man seine Fische. Tiere die ein schwächeres Immunsystem haben waren bei mir nie die stärksten, größten und gierigsten Tiere. Somit wären mindestens 5 Tiere vorher von der Wasserbelastung oder der "Futterbelastung" betroffen gewesen. In der Problemwoche standen alle Tiere schlecht wobei zwei jüngere Tiere, welche beim Futter immer etwas hinten an standen, am wenigsten betroffen waren.
Leider habe ich nicht das Glück, einen fähigen Tierarzt in meiner Nähe zu haben der mir da weiterhelfen würde.
nette Grüße Hermann
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Re: Artemia

Beitragvon Marion » 27. Jul 2013, 23:28

Hallo Hermann,

Wie geht es Deinen Tieren. Hat sich alles wieder beruhigt?
Es wäre schön, wenn Du uns ein Update gibst.

Tom und Marion
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Re: Artemia

Beitragvon Hermann » 28. Jul 2013, 17:25

Hallo,
den Tieren geht es wieder gut! Sie fressen wieder wie gewohnt und zeigen ihre schönen Farben.
Hätte ich gewusst, dass Artemia das Wasser mehr belastet wie Rinderherz, wäre mir dieser Fehler nicht passiert. Das ärgert mich sehr. Aber auch mit jahrelanger Erfahrung lernt man dazu.
wünsche Euch einen schönen Sonntag
Hermann
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Re: Artemia

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 28. Jul 2013, 18:12

Hallo Herman.

Das freut mich das es deinen Tieren wieder gut geht und
sie wieder fot durch das Becken schwimmen. :gut:
Nun ja du mußt dir da keine Vorwürfe machen,
den man lernt im Lebern nie aus.

Ich sag immer man ist alt wie ne Kuh und man lernt immer noch dazu. :zwink:
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Artemia

Beitragvon Hermann » 28. Jul 2013, 22:42

Hallo Sylvia,
Vorwürfe mache ich mir da schon. Ich habe zwar etwas gelernt aber leider auf Kosten eines sehr schönen Tieres.
LIEBE GRÜßE HERMANN
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Re: Artemia

Beitragvon Marion » 28. Jul 2013, 22:52

Hallo Hermann,

Leider ist es immer wieder so, dass Fehler bei der Aufzucht passieren. Sehr viele, die Jungfische groß gezogen haben, mussten irgendwann Verluste beklagen.
Du solltest Dir nicht so viele Vorwürfe machen. Es ist leider passiert und nicht wieder rückgängig zu machen.

Tom und Marion
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Re: Artemia

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 28. Jul 2013, 23:00

Hallo Herman.

Ich verstehe schon das du dir da Vorwürfe machst.
Auch mir ist schon ein sehr großer Fehler unterlaufen,
wo bei 2 wirklich tolle Fische gestorben sind. :traene:

Diese Fehler sind wirklich sehr schmerzlich und man
möchte sie auch nicht gerne machen.
Aber glaub mir diese Fehler macht man sicher nicht noch mal.

In manchen Situation wünschte ich mir auch man hätte da eine Glaskugel gehabt,
doch leider hat so etwas niemand von uns.

Darum sollte man nach vorne schauen und es in der Zukunft zum Wohle der anderen
Fische besser machen.
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Artemia

Beitragvon Hermann » 5. Aug 2013, 14:38

Hallo ,
mal ein trauriges Update....

die anfängliche Freude ist nun nach der Artemiakastatropfe in dauerndem Frust umgeschlagen.

Die Tiere standen nach meinen Maßnahmen einige Tage wieder gut. Jedoch sollte diese Freude nicht sehr lange dauern. Trotz täglichem WW von 1/3 des Beckeninhaltes, Umstellung des Futters etc. keine Besserung in Sicht. Nach jedem WW meine ich sogar, dass Die Tiere noch schlechter stehen.

Hier einmal die aktuellen Probleme:
der Ph steht bei 7,8 . Gegenmaßnahmen: ein Säckchen mit Torfgranulat welches regelmäßig getauscht wird. Zusätzlich bei jedem WW etwas Eichenextrakt. Damit bekomme ich den PH aber nur wenige Std . um 0,3 nach unten.

Futter: Artemia füttere ich nicht mehr. Anderes Futter nehmen sie nur sehr zögerlich. Wenn es auf den Boden sinkt gib es Streit in der Gruppe.

Wasser: Obwohl mit Vorfilter versehende Ansaugung habe ich sehr viele Schwebeteilchen im Becken. Ich habe das Gefühl das dieser JBL Filter nicht filtert sondern nur umwälzt. Im Laufe des Tages sammelt sich einiges an Mulm an, sodass eine tägliche Absaugung erforderlich ist. Das Wasser ist bräunlich (vielleicht durch die zugegeben Seemandelbaumblätter). Mit dem gleichem Ausgangswasser wird auch mein großes Becken versorgt wo ich keinerlei Probleme habe!

Die Tiere:
Innerhalb der Gruppe geht es sehr ruppig zu, besonders wenn es Futter gibt. Durch die reduzierten Fütterungen scheinen sie auch nicht mehr zu wachsen. Das gewohnte betteln machen sie nicht mehr. Ihr Kot und die Atmung ist normal. Farbe zeigen sie nicht wie gewohnt und stehen "besonders nach dem WW" mehr dunkel. Letzte Woche ist wieder ein Tier mit den gleichen Symptomen wie oben beschrieben gestorben.

füge Euch noch ein paar traurige Bilder an.
LIEBE GRÜßE HERMANN
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